Spaß pur: Blobby Volley 2

31. Januar 2011

Blobby Volley war während meiner Ausbildungszeit einer der Lückenfüller schlechthin! Es gab Seminare, da haben wir von morgens bis abends nichts anderes gemacht, als per Netzwerk dieses Spiel zu zocken. Im Grunde ist es ein ganz simples Spiel: Zwei außerirdische Gummibärchen spielen gegeneinander Beach Volleyball, wer zuerst 15 Punkte hat, gewinnt.

In der Zwischenzeit haben sich ein paar Entwickler an das Projekt gesetzt und Blobby Volley 2 entwickelt. Die neue Version ist in C++ geschrieben, OpenSource und für Windows, MacOS und Linux verfügbar. Natürlich ist auch die neue Version netzwerkfähig.

Ein wirklich simples Spiel, das viel Spaß bringt, egal, ob man es nur als Lückenfüller zwischendurch benutzt oder sich per Internet oder Netzwerk mit Freunden oder Fremden duelliert.


Netter Versuch!

28. Januar 2011

Neulich klingelt in meiner Zelle das Telefon.

“Jo?”

“Hallo! Hier ist der Günter. Den Peter wollte ich sprechen.”

“Gibt es hier nicht.”

“Wer ist denn dann da?”

“Egal.”

“Hmm… also ich habe hier die Nummer [irgendeine Telefonnummer].”

“Mag sein. Ich habe meine Nummer nicht im Kopf.”

“In welcher Ortschaft bin ich denn gelandet? Schon Rosenheim, oder?”

“Jo.”

“In welcher Straße? HasteNichtGesehen-Straße 45?”

“Nein”

“Welche denn?”

“Ganz woanders”

“Aha. Also warum ich den Peter anrufen wollte – der hatte mal bei einer Studie mitgemacht und jetzt wollte ich was nachfragen. Aber wo ich Sie jetzt dran habe, könnte ich die Studie ja gleich mit Ihnen machen.”

“NEIN! Tschüs!”

Ich muss schon zugeben – ein netter und geschickter Versuch, erst hintenrum an Name, Telefonnummer und Anschrift von mir zu kommen und dann eine Studie mit mir durchzuführen.


Anna, die Notärztin (4)

28. Januar 2011

“Du hast doch nicht etwa…?”. Anna lächelt: “Ich weiß nicht, was du meinst”. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie hat…

Sie wendet sich an ihren Ex-Freund und ihr Lächeln verschwindet aus ihrem Gesicht. “Und jetzt zu dir! Du bist doch nicht mehr ganz sauber im Kopf! Was bildest du dir ein? Du weißt nicht mehr, warum ich Schluss gemacht habe? Hast du etwa schon vergessen, wie du mit deiner Kollegin rumgemacht hast? Hast du? Du bist so erbärmlich!”

“Aber… Aber… Anna…” stammelt er rum.

Ich höre heranfahrende Autos und plötzlich erfüllt zuckendes blaues Licht den Innenhof. Kurz darauf stehen zwei Freunde der blau-grünen Fraktion bei uns der Scheune. Anna hat tatsächlich…

“Ah, sehr gut, dass ihr endlich da seid! Also hier einmal Zwangseinweisung wegen Fremdgefährdung.”

“Waaaaaaas? Geht’s noch? Du willst mich einweisen lassen? Dafür bring ich dich um!”

Man, so ein Idiot! Hätte er den letzten Satz gelassen, hätte noch eine Chance bestanden, ihn aus der Nummer wieder rauszuziehen, aber so hatte er die Fremdgefährdung direkt vor den Polizisten bestätigt. Das war natürlich auch Anna nicht entgangen: “Da hört ihr es. Er will mich umbringen. Das hat er schon öfters angekündigt. Der Mann hat eine Traumvorstellung im Kopf und würde alles dafür tun, diesen Traum in die Realität umzusetzen.”

Es geht noch ein bisschen hin und her, aber ihr Ex-Freund hat keine Chance – wir müssen ihn in die örtliche Psychiatrie fahren. Mit Polizei-Begleitung, denn einsichtig ist er – wen wundert es – nicht.

Kurz bevor wir abfahren, springt Anna noch mal aus ihrem Auto, läuft zu unserem Wagen und reißt die Tür auf. “Du Idiot! Natürlich lasse ich dich nicht einweisen. Aber ich hoffe, du lernst draus und lässt deine dummen Spielchen jetzt bleiben!” schreit sie ins Auto. Jetzt verstehen wir alle gar nichts mehr. Alle, bis auf Anna und die Polizisten.

Es stellte sich heraus, dass Anna ihrem Ex-Freund einfach nur eine Lektion erteilen wollte, damit dieser sie und ihren neuen Freund in Ruhe lässt. Mit der Polizei war das ganze natürlich abgestimmt. Was gute Kontakte doch alles möglich machen…

Wir fahren also doch alleine zurück zur Wache und ich hoffe, dass ich in den nächsten Stunden wenigstens ein bisschen schlafen kann.


Anna, die Notärztin (3)

26. Januar 2011

“Was zum Teufel macht ihr hier?” rufe ich, während ich Anna unsanft packe und von dem Kerl wegziehe.
Aber sie scheint die Fähigkeit, sich in ganzen Sätzen zu artikulieren, verlernt zu haben: “DAS…. ARRRRRRRRGH! … DEEEEEER!… BOOOOOOAH”.
Mit etwas Verspätung kommt nun auch Herbert in die Scheune gelaufen. Man merkt ihm an, dass er uns etwas mitteilen möchte, aber keine Luft bekommt. Wo bin ich hier eigentlich gelandet? Hätte ich mal auf meine Mutter gehört und was Anständiges gelernt! Nach gefühlten drei Stunden ist Herbert wieder in der Lage, zu reden: “Was ist hier los? Was soll das? Und wo ist unser Patient?”.
Anna zeigt auf den Mann “Eeeeeeeeeer! Das soll er euch erzählen!” und rennt aus der Scheune. Herbert und ich gucken den Mann fragend an. Dieser zögert einen Moment, aber dann fängt er an zu erzählen: “Hmm… also… ja… Also ich bin der Ex-Freund von eurer Frau Doktor. Und wir waren doch so glücklich. Also dachte ich, aber sie war es irgendwie nicht. Ja also auf jeden Fall hat sie irgendwann Schluss gemacht…” – “Alter, komm zum Punkt. Wenn ich Schnulze will, guck ich ProSieben.”, geht mir durch den Kopf… – “Sie hatte einen Neuen. Mit dem macht sie jetzt voll auf Glücklich und so… Und na ja, ich wusste, dass sie heute Dienst hat und da ist sie doch im Krankenhaus in diesem kleinen Aufenthaltsraum… und ein Kumpel von mir, der Eddie, der ist da heute vorbeigekommen und hat gesehen, wie die da mit ihrem neuen Kerl hockte… Jetzt hat der Eddie mich angerufen und da wollte ich den beiden einen Strich durch die Rechnung machen und habe euch gerufen.”

Jetzt ist es Herbert, der völlig ausrastet: “Bist du vollkommen bescheuert? Geht’s noch? Es ist nach Mitternacht! Mitten in der Nacht! Wir fahren hier 25 Kilometer durch die Gegend, nur weil du Liebeskummer hast? Wer hat dir eigentlich ins Gehirn geschissen?”. Sicherheitshalber stelle ich mich zwischen Herbert und den Ex-Freund von Anna, um zu verhindern, dass Herbert sich noch richtige Probleme einhandelt. Ich versuche, ruhig auf den Kerl einzureden: “Dir ist hoffentlich klar, dass das strafbar ist, was du gemacht hast. Und ich denke, Anna wird das nicht auf sich sitzen lassen”. Apropos Anna, wo war die eigentlich die ganze Zeit?

Wie aufs Kommando kommt sie wieder zurück und zwar mit einem Grinsen im Gesicht, das mir große Sorgen bereitet: “Was hast du jetzt getan?” – “Och, nur kurz telefoniert”. Ich bekomme eine schlimme Vorahnung…


Anna, die Notärztin (2)

25. Januar 2011

“Man Herbert, jetzt guck endlich auf die scheiß Karte!” schreie ich meinen Beifahrer an, woraufhin er anfängt im Seitenfach seiner Tür zu suchen. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat er endlich die Karte in der Hand… “Ah, ich glaube, hier müssen wir hin!”. Sagt’s und hält mir die Karte hin. Mir platzt der Kragen: “Willst du mich verarschen? Soll ich jetzt noch während dem Fahren die Karte lesen oder was? Sag mir, wo ich lang muss, man!” – “Keine Ahnung… hmm…”. Es nützt nichts – wir müssen in der Ausfahrt stehen bleiben und versuchen, das Navi zum Laufen zu kriegen. Wie hat Rettungsdienst eigentlich früher funktioniert?

Aber auch im Stand wollte das Navi keine Verbindung zu den Satelliten finden. Was nun? Wir müssen weiterfahren. Es muss mit der Karte gehen. Irgendwie. Wir könnten per Funk bei der Leitstelle um den richtigen Weg bitten. Aber das ist uns zu peinlich. Wir fahren weiter und plötzlich leuchtet das Navi auf und … weist uns den Weg. Yeeeehaaa! Das Ziel ist auch gar nicht mehr so weit weg. Nur noch durch ein Dorf und dann geht es schon in die Berge rein. Kurz bevor wir da sind, ca. 200 Meter davor, setzt das Navi aber wieder aus. Neiiiiin! Und wie sollen wir jetzt hier oben im Dunkeln die richtige Hausnummer finden? Zum Glück erinnern wir uns daran, dass die Leitstelle uns am Anfang noch gesagt hat, dass es das Haus gegenüber von dem Aussichtsturm ist. Puh, Glück gehabt. Das Haus ist zwar ein Bauernhof, aber das Auto von Anna steht auf dem Hof, also sind wir richtig.

Sie selber ist aber nirgendwo zu sehen. Und auch sonst niemand. Wir steigen aus, packen unser Zeug und laufen einmal ums Gebäude. Nirgendwo ist Licht, nirgendwo etwas zu hören. Das stinkt! Und zwar gewaltig. Zwei Mal laufen wir noch rum, rufen “Rettuuuuungdiiiiiieeenst!”, aber nichts rührt sich.

Plötzlich höre ich Geschrei, das sich ganz nach Anna anhört. Die Stimme ist schnell geortet – sie kommt aus der Scheune. Ich renne dort hin, Herbert hechtet hinterher. Ich glaube, er nennt das aber tatsächlich rennen… Ist halt nicht der gerade der Schlankste… In der Scheune angekommen sehe ich Anna, wie sie gerade auf einen mir unbekannten Mann los geht und ihn dabei anschreit, am T-Shirt packt und durchschüttelt. Was ist denn hier los? Es ist ja durchaus bekannt, dass Anna leicht reizbar ist, vor allem nachts, aber so habe ich sie echt noch nie erlebt. Was mag sie nur zu diesem Ausraster gebracht haben?


Anna, die Notärztin (1)

23. Januar 2011

Schalter fürs Blaulicht – klick! Schalter fürs Horn – klick! Und ab geht die Reise! Es ist kurz nach Mitternacht an einem Freitag-Abend (gefühlter Abend, nicht ISO 8601-Abend) und die Leitstelle hat gerade spontan beschlossen, dass ich meinen Dienst auf dem Rettungswagen gefälligst nicht vor dem Fernseher, sondern im Einsatz verbringen soll. Dabei kam gerade so ein spannender Film…

Jetzt bin ich also auf dem Weg Richtung Autobahn. Es geht auf eine bisschen weitere Anfahrt auf einen Berg. In der Stadt ist wenig Verkehr, das ist gut und schont meine Nerven. Aber das fucking Navi funktioniert nicht. So ein Dreck! Es findet einfach keine Verbindung zu den GPS-Satelliten. Und ich weiß natürlich nicht, wie ich zu der Zieladresse komme. Mein Beifahrer Herbert ist leider auch nicht gerade der Held, wenn es ums Lesen von Karten geht. Immerhin wissen wir die grobe Richtung und somit den Weg für die ersten 15 Kilometer. So lange hat das Navi also Zeit, wieder seinen Zweck zu erfüllen.

Endlich ist die Autobahn erreicht. Es folgt eine lange Beschleunigungsspur, die direkt in die Verzögerungsspur für die Überleitung auf die Autobahn Richtung Süden übergeht. Auf diese Autobahn muss ich. Maaaaan, fahr doch zur Seite da vorne! Haaaaaaalloooooo! Ich habe blaue Lichter auf dem Dach und mache Krach, also mach mir endlich Platz! Nur noch Idioten unterwegs! Ich bin jetzt auf der anderen Autobahn und trete das Gaspedal durch. Mühsam kämpft sich das Auto auf 160 km/h hoch, mehr ist nicht drin. Nach einiger Zeit sehe ich Blaulichter im Rückspiegel und ein Kombi rast auf der linken Spur an mir vorbei. Es ist der Notarzt, bzw. heute Nacht die Notärztin, es hat nämlich die Anna Dienst. Junge, Junge, hat die einen Zahn drauf. Aber wenn sie unbedingt die erste sein will – mir soll’s recht sein.

Der Funk brabbelt, die Leitstelle ruft uns. “Wo bleibt ihr denn?” – “Ähmm… ich weiß ja nicht, ob es dir bewusst ist, aber du hast einen RTW alarmiert und nicht den Hubschrauber!” – “Hä? Was?” – “Ich kann nicht fliegen! 25 Kilometer Anfahrt brauchen seine Zeit!”.

Wir nähern uns der Ausfahrt, an der wir die Autobahn verlassen müssen und das Navi funktioniert immer noch nicht…


4 Zeitkiller für Android

22. Januar 2011

Für diesen Artikel möchte ich mich schon mal vorab entschuldigen, denn er wird euch, wenn ihr ein Android-Telefon habt, sicher viel Zeit kosten. Ich möchte euch vier kleine Spiele vorstellen, die zum richtigen Zeitkiller werden… Die QR-Codes führen jeweils zu dem Spiel im Market.

BlowUp

Bei BlowUp müsst ihr ein Holzhaus mit Dynamit-Stangen versehen, um dieses unter eine vorgegebene Linie einstürzen zu lassen. Irgendwo auf oder im Haus sitzt ein Panda. Jagt ihr den in die Luft, habt ihr verloren, steuert ihr den Einsturz aber so, dass er den Stern abräumt, gibt es Bonus-Punkte. Die in manchen Levels nebenstehenden Giftfässer solltet ihr besser auch nicht mit Hausteilen treffen. In der Vollversion für 2,99 $ gibt es aktuell 90 Levels, die kostenlose Lite-Version beinhaltet 14.

BistroCook

Bei BistroCook schlüpft ihr in die Rolle des Kochs in einem Restaurant und müsst Bestellungen bearbeiten. Dazu habt ihr einen Herd mit vier Platten und eine bestimmte Auswahl von Lebensmitteln zur Verfügung. Salat, Brot und Tomaten könnt ihr direkt auf die Teller ziehen, der Rest muss erst auf den Herd. Aber Vorsicht, wenn das Essen fertig gebraten ist, läuft der Countdown bis es verbrannt ist. Dann müsst ihr das Produkt noch mal braten. Mit zunehmender Zeit kommen die Bestellungen immer schneller hintereinander rein und dann werden auch Menüs bestellt. BistroCook ist kostenlos.

X Construction

Bei X Construction gibt es eine Schlucht, einen Zug und eine Menge Stahlträger. Eure Aufgabe ist es, mit diesen Stahlträgern eine Brücke zu bauen, damit der Zug die Schlucht überqueren kann. Ist eure Brücke nicht stabil genug, stürzt der Zug ab. Wenn ihr den Sound eingeschaltet habt, gibt es dazu das Geschrei der Fahrgäste. Von X Construction gibt es eine kostenlose Demo-Version mit 6 Levels und die Vollversion für einen Euro. Die Vollversion bietet aktuell auch nur die gleichen 6 Levels, es sollen aber demnächst mehr werden. Sechs Levels klingt natürlich erstmal wenig, aber man ist trotzdem eine ganze Weile damit beschäftigt. Auch hier macht der eigene Ehrgeiz die App zum absoluten Zeitkiller.

TrafficJam

Und als letztes habe ich noch TrafficJam für euch. Vielleicht kennt ihr ja noch diese Schiebepuzzles von früher. TrafficJam ist genau das in digitaler Form. Ihr müsst die anderen Autos geschickt verschieben, damit das gelbe Auto ins Ziel durchfahren kann. Es gibt 5000 Levels und man kann auch das Theme umstellen und dann zum Beispiel Schiffe anstelle von Autos verschieben. Manche Levels knackt man innerhalb von wenigen Sekunden, aber dann gibt es auch welche, an denen man richtig verzweifelt, bis man es durchblickt oder durch Zufall den richtigen Schritt gemacht hat. TrafficJam gibt es in einer kostenlose Variante, die allerdings, wie auf dem Screenshot zu sehen, Werbung einblendet.


Hörgeschichten

21. Januar 2011

Gestern Abend kam mir Idee. Ja richtig, geht schon mal in Deckung! :D Inspiriert durch AudioBoo (habe übrigens heute auf dem Heimweg wieder gelabert…) bin ich auf die Idee gekommen, zukünftig zu den kleinen Geschichten, die ich hier poste, eine Hörgeschichte-Version hinzuzufügen, wo ich die jeweilige Geschichte vorlese.

Ich finde die Idee ganz witzig, aber das lohnt sich natürlich nur, wenn es auch jemand nutzen würde. Daher seid nun ihr an der Reihe – stimmt ab:


Jetzt laber ich euch zu!

20. Januar 2011

Juhuu, dieses Internetz hat wieder etwas Neues am Start. Ein neuer Dienst, um seine Mitmenschen mit Content von sich zu beglücken: AudioBoo. Quasi wie Twitter, nur dass man keine Texte schreibt, sondern Sprache aufnimmt. Man kann natürlich ein neues Boo direkt auf diversen Plattformen posten. Das erste Mal bin ich vor ein paar Tagen auf AudioBoo gestoßen, als der Twitterer ToSchToSch den Dienst benutzt hat, um uns an seinem Urlaub in Wien teilhaben zu lassen.

Gestern Nacht habe ich AudioBoo dann selber kurz getestet. Geht, wunderbar, erledigt. Dachte ich… Heute hatte ich dann spontan auf dem Heimweg Lust, ein bisschen ins Handy zu labern. Ich glaube, ich werde AudioBoo jetzt öfters benutzen. Einen wirklichen Sinn hat das natürlich nicht, aber der erschließt sich bei Facebook und Twitter ja auch nicht immer so wirklich…


Alles oder nichts (5) – Finale

19. Januar 2011

Teil 4

++++

Christine gab sich eine Mitschuld an Patricks Verhalten. Sie hatte den Eindruck erweckt, er müsste ihr ein Luxus-Leben bieten, um sie für sich begeistern zu können. Und sie hatte genossen, was er ihr bot. Woher sollte sie denn auch wissen, dass er das alles nur mit Krediten stemmte?

++++

Patrick konnte die ganze Nacht nicht schlafen, da er die ganze Zeit in Gedanken bei Christine hing. Er hoffte so sehr, dass sie ihm die Geschichte verzeihen und ihm beim anstehenden Prozess gegen ihn beistehen würde.

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Es war ganz einfach gewesen. Der Stationsarzt hatte keine weiteren Fragen gestellt, die 100 Euro genommen und Pauls Frau hatte die Gewissheit, zu erfahren, wann Patrick entlassen wird.

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Am nächsten Morgen besuchte Christine ihren Freund wieder. Sie war gekommen, um ihm zu sagen, dass sie ihm alles verzeiht und mit ihm in eine gemeinsame Zukunft starten will. An einem anderen Ort, weit weg von hier. Das Luxus-Leben braucht sie nicht, sie will nur einen ehrlichen Mann an ihrer Seite. Ihr Gespräch wurde vom Arzt unterbrochen, der ins Zimmer kam, um Patrick mitzuteilen, dass er morgen nach Hause gehen kann.

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Das Telefon klingelte. Pauls Frau ging ran und hörte nur ein “Morgen!”, bevor der Anrufer wieder auflegte. Sie wusste sofort, dass das der Stationsarzt aus dem Krankenhaus war und der Mörder ihres Mannes morgen entlassen werden würde. Das war kurzfristiger, als sie gedacht hatte, aber so war es jetzt nun mal. Sie rief sofort ihre Mutter an und brachte dort ihr Kind für die nächsten Tage unter. Sie hatte ihren Plan genau im Kopf, war alle Möglichkeiten mehrfach durchgegangen und jedes Durchspielen in ihren Gedanken bestärkte sie darin, das Richtige zu tun.

++++

Der nächste Tag war gekommen. Christine war wieder ins Krankenhaus gefahren, um Patrick abzuholen. Dieser hatte seine Sachen schon gepackt und wartete nur noch auf die Verabschiedung durch den Arzt. Nachdem diese erledigt war, verließen sie das Krankenhaus. Als Patrick auf die Straße trat, hörte er einen Motor aufjaulen und bevor er realisieren konnte, was passiert, wurde er überfahren…


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